Die verbotene Gabel

Ein letztes Stück zum Schuljahresende

Zum Ausklang des Schuljahres zeigten die talentierten Kinder der Theater-AG Klasse 4 nochmals ihr Können mit einem selbstentwickelten Stück. Die ersten beiden Szenen wurden selbstständig von zwei Schülerinnen geschrieben. Als Publikum waren die Grundschulklassen, die VKL-Klasse, Lehrerinnen und Lehrer sowie die Eltern der jungen Schauspieler eingeladen.

Ein Missverständnis mit Folgen

"Komisch, die Gabel ist verbogen", sagt Hannah überrascht, als sie mit ihrer Freundin Leonie in einem italienischen Restaurant speisen möchte. Doch was die Kellnerin versteht, ist, die Gabeln seien verboten - und schon beginnt das große Durcheinander.

 

Die Gäste, die eben noch friedlich an ihren Tischen saßen, springen auf und stürmen schreiend aus dem Restaurant - allen voran Herr Baron von Baremünze, der mit seinem Bobbycar unterwegs ist und bei den Erstklässlern in der ersten Reihe für großes Gelächter sorgt.

 

Das Küchenpersonal dagegen fängt an zu schwitzen, denn wie kann man die vielen verbotenen Gabeln nun am schnellsten loswerden? "In den Müllcontainer werfen, ganz einfach", schlägt eine der Kellnerinnen vor. Denn das habe sie schon einmal gemacht. Doch die Köchin weiß etwas Besseres: Sie möchte alle Gabeln einschmelzen und eine hübsche, silberne Skulptur von sich selbst gießen.

Und dann kommt auch noch die Polizei vorbei

Kurz nachdem die interessierte Frau Karla Kaufrausch samt Assistentin ihr Kaufangebot für das Restaurant zurückgenommen hat, kommt auch noch die Polizei vorbei. Da erschrecken sogar die beiden Türsteher und versuchen nun, besonders freundlich zu sein. "Verrate denen bloß nicht, dass wir im ICE in der 1. Klasse gefahren sind, ohne den Aufpreis zu bezahlen." - Ein kleiner Insider-Witz.

Die beiden blonden Polizistinnen bestellen sich ein alkoholfreies Bier und freuen sich schon auf ihre Spaghetti. Doch da gibt es ein klitzekleines Problem: Denn wie sollen sie die Spaghetti ohne Gabeln essen? "Improvisation ist alles, schließlich sind wir hier im Theater", erklärt eine der Kellnerinnen und die Polizistin schlägt einen Alkoholtest vor.

Ein Bauer mit Kuhmist-Stiefeln

Nun kommt auch noch der Bauer von nebenan vorbei und möchte gemeinsam mit seinem Gesellen ein alkoholfreies Bier trinken. Die Türsteher finden die Garderobe der beiden allerdings gar nicht lustig und weisen auf die bestehende Kleiderordnung hin. "Sie hätten sich wenigstens den Kuhmist von den Stiefeln putzen können, das ist ja wiederlich."

 

Aus einem Streit entsteht eine Rauferei-Jagd über Tische und Stühle. Nur gut, dass gerade die beiden Polizistinnen zur Stelle sind. Bauer und Türsteher werden in Handschellen gelegt.

Eine Gabel macht Physiotherapie

In der Zwischenzeit war auch die verbogene Gabel, welche ebenfalls von einer Viertklässlerin gespielt wird, nicht untätig. Sie hat sich ins Publikum gesetzt und dort eine Physiotherapeutin gefunden.

 

"Haben Sie schon einen Überweisungsschein?" möchte diese wissen. Doch die Gabel hat keine Ahnung, was das sein soll. "Kommen Sie gerade frisch vom Arzt?" versucht es die Physiotherapeutin noch einmal. "Nein", antwortet die Gabel nur, "ich komme gerade frisch aus der Küche." Und nach ein paar Gymnastikübungen ist die Gabel wieder gerade und das Missverständnis endlich aufgelöst!

 

Nach viel Applaus und einer kleinen Zugabe wurden die Theater-Kinder jeweils mit einem Zertifikat und einem Stück Kuchen verabschiedet.

 

Super habt ihr das gemacht!

Ihr ward wirklich eine ganz tolle Gruppe!