Der Zauberstein

Ein Märchen zur Einschulungsfeier

Neunzehn Schülerinnen und Schüler der jetzigen

4. Klasse haben sich im Schulhalbjahr vor den Sommerferien mächtig ins Zeug gelegt. Innerhalb einiger Wochen entwickelten sie unter der Leitung von Mandy Kritz eigene Ideen für ein Theaterstück.

So entstanden Figuren wie die Hexe am Wasserfall, der Hund Bello oder die eigensinnige Prinzessin Sophia.

 

Im Mittelpunkt dieses theaterpädagogischen Prozesses stand der "Zauberstein": Wo wurde der Zauberstein gefunden und welche Schwierigkeiten gab es dabei? Welche Kraft besitzt der Zauberstein und wem soll er helfen? In fünf Kleingruppen überlegten sich die Kinder eigene kleine Szenen, die sie jeweils vor den anderen Kindern vorspielten. Am Ende wurden alle Ideen vereint und zu einem großen Stück geschrieben.


Nach den Sommerferien gab es dann noch ein paar Extratermine für Zusatzproben. Das Stück wurde  immer gleich zweimal eingeübt, denn alle Rollen waren doppelt besetzt. Schließlich wollte jedes Kind etwas Text zum Sprechen haben - doch neunzehn Hauptrollen? Schwierig! Die Lösung war aufwendig, aber einfach: Jedes Kind bekam zwei Rollen - eine Hauptrolle und eine Nebenrolle - und war bei beiden Aufführungen mit jeweils einer der Rollen dabei.

So spielte ein Kind am Freitag beispielsweise seine Hauptrolle als König und bei der Aufführung am Samstag seine Nebenrolle als Hofnarr.

 

Im Stück geht es um zwei Mädchen, die während des Schulunterrichts versehentlich in ein Märchenbuch fallen. Im Märchen begegnen sie der Prinzessin Sophia, die weder lesen noch schreiben kann.


 

Die fleißige Bauerstochter, die auf dem Feld arbeitet, hat dazu eine Idee: Einem Gerücht nach soll beim Wasserfall nämlich ein Zauberstein versteckt sein, der jedem Mut macht, das Lesen zu lernen. Und so begeben sich die Prinzessin, ihre Hofdame und Hund Bello auf den Weg.


Der sagenumwobene Stein wird allerdings von einer Hexe bewacht, und so müssen die drei zunächst einmal mit Hilfe des Fährmanns den Fluss überqueren und dann die gruselige Hexe überlisten. Am Ende ist es der Hund, der den Zauberstein erschnüffelt und findet.

 

Als besondere "Specials" wurden in das Stück zum einen eine Gruppe von Feen eingebaut, die mit Querflöte, Blockflöte, Trommel, Gitarre und Triangel musizierend die Bühne überqueren; und zum anderen die kunterbunte Narrengruppe, die mit Radschlagen, Jonglage und lustigen Sprüngen dem König gehörig auf den Geist gehen.

 

Am Freitagvormittag, den 18. September, kamen zunächst sämtliche Grundschüler der Alleenschule sowie die Eltern der kleinen Schauspieler in den Genuss. Bereits bei dieser ersten Aufführung bekamen die Kinder großen Applaus. Am Tag darauf war die Aufregung dann noch größer: Die ganze Turnhalle der Alleenschule war gefüllt mit Eltern und Verwandten der neuen Erstklässler. Die ABC-Schützen selbst saßen natürlich in der allerersten Reihe auf Sportmatten und schauten und hörten dem Stück aufmerksam zu.

Zum Schluss bekam jeder Erstklässler noch einen eigenen "Zauberstein", der ihnen, genau wie der Prinzessin, Mut machen soll das Lesen zu lernen.